Seit 13
Jahren und über 100 Nächten gehören die
Dreier-Auftritte im TOTEN SALON zum kulturellen
Epochengeschehen
Hamburgs. Alle paar Wochen an
einem bestimmten Abend veranstalten die
Schriftsteller und Satiriker
Gerhard Henschel und Rayk Wieland
sowie ein Stargast ihrer Wahl
einen Singulärevent aus Lesung, Musik und Gespäch.
Zur Zeit findet er viermal im Jahr statt
im Literaturhaus Hamburg.
Jedes Geschwätz wird im Keim abgewürgt. Darum ist es ein
toter und auch kein roter Salon - wie in der Berliner Volksbühne.
Hamburger Abendblatt, 9.10.1999
Das Prinzip des "Toten Salons" besteht in der Auffassung der Autoren, sich nicht der allerorten gepflegten "Tyrannei der Intimität" (ein vom amerikanischen Soziologen Richard Sennett geprägter Terminus) zu ergeben, sondern in stoischer Gelassenheit eigene Texte vorzulesen, ohne die anderen Podiumsmitglieder dabei fortwährend über ihre Intentionen zu befragen: "Wir kennen uns inzwischen ganz gut", konzediert Rayk Wieland, "doch auf der Bühne sprechen wir nicht miteinander!"
Leipzig Almanach, 24.9.2002